Der Herzindex (CI) normalisiert das Herzzeitvolumen auf die Körperoberfläche und ermöglicht damit einen aussagekräftigeren Vergleich der Herzleistung zwischen Patienten unterschiedlicher Körpergröße. Die Berechnung CI = HZV ÷ BSA liefert einen Wert in L/min/m², der in der klinischen Praxis als wichtigster hämodynamischer Einzelparameter für die Beurteilung der systemischen Perfusion gilt. Diese Seite erläutert die Herzindex-Berechnung, Normwerte, pathologische Bereiche und die klinische Bedeutung des Parameters.

    Herzindex-Berechnung und Normwerte

    Der Herzindex wird berechnet als CI = HZV ÷ BSA, wobei das Herzzeitvolumen (HZV) in L/min und die Körperoberfläche (BSA) in m² angegeben wird. Der resultierende Wert in L/min/m² ermöglicht den direkten Vergleich der Herzleistung unabhängig von der Körpergröße. Ein normaler Herzindex liegt zwischen 2,5 und 4,0 L/min/m², mit einem Durchschnittswert von etwa 3,0–3,5 L/min/m² bei gesunden Erwachsenen in Ruhe.

    Die Normalisierung auf BSA ist klinisch bedeutsam, da das absolute Herzzeitvolumen mit der Körpergröße korreliert. Ein HZV von 4,0 L/min kann für einen kleinen Patienten mit BSA 1,5 m² (CI = 2,67 L/min/m²) völlig normal sein, aber für einen großen Patienten mit BSA 2,2 m² (CI = 1,82 L/min/m²) eine schwere Einschränkung darstellen. Daher ist der Herzindex dem absoluten Herzzeitvolumen für die klinische Entscheidungsfindung überlegen.

    Die Bestimmung der BSA erfolgt typischerweise mittels der Mosteller-Formel (BSA = √(Größe × Gewicht / 3600)) oder der DuBois-Formel (BSA = 0,007184 × Größe^0,725 × Gewicht^0,425). Beide Formeln liefern für die meisten Patienten vergleichbare Ergebnisse. Bei stark adipösen Patienten kann die BSA überschätzt sein, was den berechneten CI artifiziell senkt – ein Punkt, der bei der klinischen Interpretation berücksichtigt werden sollte.

    Klinische Interpretation: Niedriger und hoher Herzindex

    Ein niedriger Herzindex (< 2,2 L/min/m²) deutet auf eine unzureichende systemische Perfusion hin und ist ein Kennzeichen des kardiogenen Schocks oder der fortgeschrittenen Herzinsuffizienz. Bei einem CI < 2,0 L/min/m² besteht eine signifikant erhöhte Mortalität, und die Indikation für inotrope Unterstützung oder mechanische Kreislaufunterstützung muss evaluiert werden. Der Schwellenwert von CI < 2,2 L/min/m² wird in der Transplantationsmedizin als eines der hämodynamischen Kriterien für die Listung zur Herztransplantation verwendet.

    Ein CI zwischen 2,2 und 2,5 L/min/m² wird als grenzwertig niedrig eingestuft und erfordert die Korrelation mit dem klinischen Bild. In Ruhe können viele Patienten mit diesem CI-Bereich asymptomatisch sein, zeigen aber unter Belastung eine eingeschränkte Leistungsreserve. Bei Vorliegen von Stauungszeichen, Niereninsuffizienz oder Laktaterhöhung deutet ein CI in diesem Bereich auf eine klinisch bedeutsame Einschränkung der Herzleistung hin.

    Ein hoher Herzindex (> 4,0 L/min/m²) wird in Zuständen mit erhöhtem metabolischem Bedarf oder reduziertem peripherem Widerstand beobachtet: Sepsis, Leberversagen, schwere Anämie, Thyreotoxikose, Schwangerschaft und arteriovenöse Fisteln. Im Kontext des septischen Schocks deutet ein hoher CI bei niedrigem Blutdruck auf eine distributive Schockkomponente hin, bei der das Problem nicht die Pumpleistung, sondern die periphere Vasodilatation ist.

    Herzindex in der klinischen Entscheidungsfindung

    Der Herzindex ist integraler Bestandteil der Forrester-Klassifikation der akuten Herzinsuffizienz, die Patienten anhand von CI (> oder < 2,2 L/min/m²) und pulmonalem Kapillardruck (> oder < 18 mmHg) in vier hämodynamische Profile einteilt. Profil I (warm-trocken) ist der Zielzustand; Profil IV (kalt-feucht, niedriger CI + Stauung) hat die schlechteste Prognose. Diese Klassifikation leitet die Therapieentscheidung zwischen Diuretika, Vasodilatatoren, Inotropika und mechanischer Unterstützung.

    Bei der Evaluation für mechanische Kreislaufunterstützung (LVAD) oder Herztransplantation ist ein persistent niedriger CI (< 2,0–2,2 L/min/m²) trotz optimaler medikamentöser Therapie ein Schlüsselkriterium. Der CI wird auch zur Überwachung des Therapieansprechens verwendet – ein Anstieg nach Inotropikagabe oder IABP-Implantation bestätigt die hämodynamische Verbesserung.

    In der Intensivmedizin wird der Herzindex als Zielparameter für die hämodynamische Optimierung verwendet. Obwohl die Evidenz für eine strikte CI-Zielwert-gesteuerte Therapie gemischt ist, bleibt der CI als Trendparameter wertvoll: Ein fallender CI bei steigendem Laktat und fallender SvO₂ ist ein klares Warnsignal für eine Verschlechterung der Kreislaufsituation.

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    Herzindex-Rechner: CI-Formel, Normwerte und klinische Interpretation

    Der Herzindex (CI) normalisiert das Herzzeitvolumen auf die Körperoberfläche und ermöglicht damit einen aussagekräftigeren Vergleich der Herzleistung zwischen Patienten unterschiedlicher Körpergröße. Die Berechnung CI = HZV ÷ BSA liefert einen Wert in L/min/m², der in der klinischen Praxis als wichtigster hämodynamischer Einzelparameter für die Beurteilung der systemischen Perfusion gilt. Diese Seite erläutert die Herzindex-Berechnung, Normwerte, pathologische Bereiche und die klinische Bedeutung des Parameters.

    Herzindex-Rechner

    HI = HZV / KOF | KOF = 0,007184 × Größe⁰·⁷²⁵ × Gewicht⁰·⁴²⁵

    Gemessenes oder Fick-abgeleitetes HZV

    Patientengröße für KOF

    Patientengewicht für KOF

    Herzindex-Berechnung und Normwerte

    Der Herzindex wird berechnet als CI = HZV ÷ BSA, wobei das Herzzeitvolumen (HZV) in L/min und die Körperoberfläche (BSA) in m² angegeben wird. Der resultierende Wert in L/min/m² ermöglicht den direkten Vergleich der Herzleistung unabhängig von der Körpergröße. Ein normaler Herzindex liegt zwischen 2,5 und 4,0 L/min/m², mit einem Durchschnittswert von etwa 3,0–3,5 L/min/m² bei gesunden Erwachsenen in Ruhe.

    Die Normalisierung auf BSA ist klinisch bedeutsam, da das absolute Herzzeitvolumen mit der Körpergröße korreliert. Ein HZV von 4,0 L/min kann für einen kleinen Patienten mit BSA 1,5 m² (CI = 2,67 L/min/m²) völlig normal sein, aber für einen großen Patienten mit BSA 2,2 m² (CI = 1,82 L/min/m²) eine schwere Einschränkung darstellen. Daher ist der Herzindex dem absoluten Herzzeitvolumen für die klinische Entscheidungsfindung überlegen.

    Die Bestimmung der BSA erfolgt typischerweise mittels der Mosteller-Formel (BSA = √(Größe × Gewicht / 3600)) oder der DuBois-Formel (BSA = 0,007184 × Größe^0,725 × Gewicht^0,425). Beide Formeln liefern für die meisten Patienten vergleichbare Ergebnisse. Bei stark adipösen Patienten kann die BSA überschätzt sein, was den berechneten CI artifiziell senkt – ein Punkt, der bei der klinischen Interpretation berücksichtigt werden sollte.

    Klinische Interpretation: Niedriger und hoher Herzindex

    Ein niedriger Herzindex (< 2,2 L/min/m²) deutet auf eine unzureichende systemische Perfusion hin und ist ein Kennzeichen des kardiogenen Schocks oder der fortgeschrittenen Herzinsuffizienz. Bei einem CI < 2,0 L/min/m² besteht eine signifikant erhöhte Mortalität, und die Indikation für inotrope Unterstützung oder mechanische Kreislaufunterstützung muss evaluiert werden. Der Schwellenwert von CI < 2,2 L/min/m² wird in der Transplantationsmedizin als eines der hämodynamischen Kriterien für die Listung zur Herztransplantation verwendet.

    Ein CI zwischen 2,2 und 2,5 L/min/m² wird als grenzwertig niedrig eingestuft und erfordert die Korrelation mit dem klinischen Bild. In Ruhe können viele Patienten mit diesem CI-Bereich asymptomatisch sein, zeigen aber unter Belastung eine eingeschränkte Leistungsreserve. Bei Vorliegen von Stauungszeichen, Niereninsuffizienz oder Laktaterhöhung deutet ein CI in diesem Bereich auf eine klinisch bedeutsame Einschränkung der Herzleistung hin.

    Ein hoher Herzindex (> 4,0 L/min/m²) wird in Zuständen mit erhöhtem metabolischem Bedarf oder reduziertem peripherem Widerstand beobachtet: Sepsis, Leberversagen, schwere Anämie, Thyreotoxikose, Schwangerschaft und arteriovenöse Fisteln. Im Kontext des septischen Schocks deutet ein hoher CI bei niedrigem Blutdruck auf eine distributive Schockkomponente hin, bei der das Problem nicht die Pumpleistung, sondern die periphere Vasodilatation ist.

    Herzindex in der klinischen Entscheidungsfindung

    Der Herzindex ist integraler Bestandteil der Forrester-Klassifikation der akuten Herzinsuffizienz, die Patienten anhand von CI (> oder < 2,2 L/min/m²) und pulmonalem Kapillardruck (> oder < 18 mmHg) in vier hämodynamische Profile einteilt. Profil I (warm-trocken) ist der Zielzustand; Profil IV (kalt-feucht, niedriger CI + Stauung) hat die schlechteste Prognose. Diese Klassifikation leitet die Therapieentscheidung zwischen Diuretika, Vasodilatatoren, Inotropika und mechanischer Unterstützung.

    Bei der Evaluation für mechanische Kreislaufunterstützung (LVAD) oder Herztransplantation ist ein persistent niedriger CI (< 2,0–2,2 L/min/m²) trotz optimaler medikamentöser Therapie ein Schlüsselkriterium. Der CI wird auch zur Überwachung des Therapieansprechens verwendet – ein Anstieg nach Inotropikagabe oder IABP-Implantation bestätigt die hämodynamische Verbesserung.

    In der Intensivmedizin wird der Herzindex als Zielparameter für die hämodynamische Optimierung verwendet. Obwohl die Evidenz für eine strikte CI-Zielwert-gesteuerte Therapie gemischt ist, bleibt der CI als Trendparameter wertvoll: Ein fallender CI bei steigendem Laktat und fallender SvO₂ ist ein klares Warnsignal für eine Verschlechterung der Kreislaufsituation.

    Häufig gestellte Fragen

    Was ist ein normaler Herzindex?

    Ein normaler Herzindex bei gesunden Erwachsenen in Ruhe liegt zwischen 2,5 und 4,0 L/min/m², mit einem Durchschnitt von etwa 3,0–3,5 L/min/m². Werte unter 2,2 L/min/m² gelten als pathologisch niedrig und können auf eine eingeschränkte Herzleistung hinweisen.

    Warum ist der Herzindex besser als das absolute Herzzeitvolumen?

    Der Herzindex normalisiert das Herzzeitvolumen auf die Körperoberfläche, wodurch Patienten unterschiedlicher Körpergröße vergleichbar werden. Ein HZV von 4,0 L/min kann für einen kleinen Patienten normal, für einen großen aber unzureichend sein. Der CI löst diese Ambiguität, indem er den Wert auf die metabolischen Anforderungen des Körpers bezieht.

    Welcher Herzindex deutet auf einen kardiogenen Schock hin?

    Ein Herzindex unter 2,2 L/min/m² in Kombination mit klinischen Schockzeichen (Hypotonie, Organminderperfusion) definiert den kardiogenen Schock. Werte unter 1,8 L/min/m² sind mit einer sehr hohen Mortalität assoziiert und erfordern eine sofortige Eskalation der Therapie, einschließlich Inotropika und gegebenenfalls mechanischer Kreislaufunterstützung.

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